In industriellen Prozessen werden gigantische Mengen an Energie benötigt – oft in Form von Dampf oder Heisswasser. Nach der Nutzung entweichen diese Wärmeströme häufig ungenutzt über Kühlürme oder das Abwasser in die Umwelt, während parallel fossile Brenner neues Wasser aufheizen.
Genau an dieser Schnittstelle setzen moderne Wärmeübertragungssysteme an. Durch eine hydraulische Entkopplung und den Transfer der Wärme im Gegenstromprinzip lässt sich die Abwärme direkt auf kalte Prozessströme (wie Heizungsrücklauf oder Frischwasser-Zulauf) übertragen.
Diagramm: Einbindung eines Platten-Wärmetauschers zur thermischen Kopplung zweier getrennter Fluidkreisläufe.
Die thermodynamische Herausforderung
Um einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen, ist eine möglichst geringe Temperaturdifferenz (Grädigkeit) zwischen den beiden Medien erforderlich. Wenn beispielsweise das Abwasser mit 95 °C eintritt, soll das aufzuheizende Nutzwasser auf 93 °C erwärmt werden (Grädigkeit von nur 2 K).
Dies erfordert eine extrem turbulente Strömungsführung und eine sehr grosse wärmewirksame Fläche. Platten-Wärmetauscher sind hierfür prädestiniert, da die wellenförmigen Prägungen der Edelstahlplatten maximale Turbulenz erzeugen.
Amortisation in Rekordzeit
Dank optimierter Berechnungsprogramme der ETS AG können unsere Projektingenieure die Tauscher exakt dimensionieren. Im oben genannten Anwendungsfall amortisierte sich die gesamte Installation inklusive Umbauarbeiten in weniger als 18 Monaten:
| Temperaturniveau Quelle | 95 °C (Prozessabwasser) |
| Erzielte Nutzwasser-Temp. | 93 °C (Heizkreislauf) |
| Druckverlust max. | < 0.35 bar |
| Plattenmaterial | Edelstahl 1.4404 (316L) |
| Investitions-Payback | 17.2 Monate |
Fazit: Energieeffizienz ist kein reines Umweltthema, sondern im B2B-Umfeld ein knallharter betriebswirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Gerne berechnen wir auch für Ihre Anlage die exakten Amortisationszeiten.